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SUMMARY:Von Adorno zu Mao – Über die schlechte Aufhebung der antiautoritäre
	n Bewegung [Votrag und Diskussion mit Jens Benicke]
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DESCRIPTION:Nachdem 1956 sowjetische Panzer den Aufstand gegen das staatska
	pitalistische\nRegime in Ungarn niedergeschlagen haben\, entsteht aus dem 
	Protest dagegen im\nWesten eine „Neue Linke“\, die sich explizit gegen Sta
	linismus und\nSozialdemokratie wendet. Diese sich zuerst in den USA\, Fran
	kreich und\nGroßbritannien entwickelnde Strömung entdeckt dabei auch die d
	issidenten\nTraditionen der ArbeiterInnenbewegung\, vom Rätekommunismus bi
	s zum westlichen\nMarxismus\, wieder. \n\nDie Besonderheit der Neuen Linke
	n in der Bundesrepublik ist dabei ihr starker\nBezug auf die Kritische The
	orie. Durch die antiautoritäre Studentenbewegung der\nSechziger Jahre komm
	t diese in Deutschland zum ersten Mal praktisch zur Geltung.\nAn Adorno\, 
	Horkheimer und Marcuse orientierte studentische Theoretiker wie\nHans-Jürg
	en Krahl\, Frank Bökelmann u. a. schaffen es Mitte der sechziger Jahre\nku
	rzzeitig im heterogen „Sozialistischen Deutschen Studentenbund“ (SDS) die\
	nOberhand zu gewinnen und die dort ebenfalls stark vertretene traditionsli
	nke\nStrömung zurückzudrängen.\n\nDoch dieser erfreuliche Zustand ist nur 
	von kurzer Dauer\, denn schon auf dem\nHöhepunkt der studentischen Protest
	e entstehen aus der antiautoritären Bewegung\nheraus neoleninistische Strö
	mungen\, die die Kritische Theorie als vermeintlich\n„kleinbürgerlich“ zur
	ückweisen. Diese Entwicklung fällt zeitlich zusammen mit\neinerseits erken
	nbaren Niederlagen der Bewegung\, so verabschiedet etwa der\nBundestag die
	 Notstandsgesetze und andererseits einer deutlichen personellen\nAusweitun
	g der Proteste. Die bis dato überschaubare antiautoritären Gruppen\nstoßen
	 erkennbar an ihren Grenzen. Die folgende „schlechte Aufhebung der\nantiau
	toritären Bewegung“ und die Konstitution der mao-stalinistischen K‑Gruppen
	\nbedeutet dann die endgültige Abkehr eines großen Teils der Protestbewegu
	ng von\nder Kritischen Theorie und den von ihnen selbst bis vor kurzen ver
	tretenen\nPositionen. Aus der antiautoritären Bewegung entwickeln sich aut
	oritäre\nKaderorganisationen\, die sämtliche emanzipatorischen Errungensch
	aften der\nRevolte in ihr Gegenteil verkehren. 
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	d gegen das staatskapitalistische Regime in Ungarn niedergeschlagen haben,
	 entsteht aus dem Protest dagegen im Westen eine „Neue Linke“, die sich ex
	plizit gegen Stalinismus und Sozialdemokratie wendet. Diese sich zuerst in
	 den USA, Frankreich und Großbritannien entwickelnde Strömung entdeckt dab
	ei auch die dissidenten Traditionen der ArbeiterInnenbewegung, vom Rätekom
	munismus bis zum westlichen Marxismus, wieder.&nbsp;</p><p>Die Besonderhei
	t der Neuen Linken in der Bundesrepublik ist dabei ihr starker Bezug auf d
	ie Kritische Theorie. Durch die antiautoritäre Studentenbewegung der Sechz
	iger Jahre kommt diese in Deutschland zum ersten Mal praktisch zur Geltung
	. An Adorno, Horkheimer und Marcuse orientierte studentische Theoretiker w
	ie Hans-Jürgen Krahl, Frank Bökelmann u. a. schaffen es Mitte der sechzige
	r Jahre kurzzeitig im heterogen „Sozialistischen Deutschen Studentenbund“ 
	(SDS) die Oberhand zu gewinnen und die dort ebenfalls stark vertretene tra
	ditionslinke Strömung zurückzudrängen.</p><p>Doch dieser erfreuliche Zusta
	nd ist nur von kurzer Dauer, denn schon auf dem Höhepunkt der studentische
	n Proteste entstehen aus der antiautoritären Bewegung heraus neoleninistis
	che Strömungen, die die Kritische Theorie als vermeintlich „kleinbürgerlic
	h“ zurückweisen. Diese Entwicklung fällt zeitlich zusammen mit einerseits 
	erkennbaren Niederlagen der Bewegung, so verabschiedet etwa der Bundestag 
	die Notstandsgesetze und andererseits einer deutlichen personellen Ausweit
	ung der Proteste. Die bis dato überschaubare antiautoritären Gruppen stoße
	n erkennbar an ihren Grenzen. Die folgende „schlechte Aufhebung der antiau
	toritären Bewegung“ und die Konstitution der mao-stalinistischen K‑Gruppen
	 bedeutet dann die endgültige Abkehr eines großen Teils der Protestbewegun
	g von der Kritischen Theorie und den von ihnen selbst bis vor kurzen vertr
	etenen Positionen. Aus der antiautoritären Bewegung entwickeln sich autori
	täre Kaderorganisationen, die sämtliche emanzipatorischen Errungenschaften
	 der Revolte in ihr Gegenteil verkehren.&nbsp;</p>
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