chorussing through the grass
chorussing through the grass versammelt Künstler:innen und Autor:innen, die sich mit den materiellen Bedingungen von Sprache und Zuhören beschäftigen. Die zweitägige Veranstaltung schafft einen Raum für Ansätze, die gewohnte Hörweisen unterlaufen und hinterfragen, wie Stimmen erfasst, vermittelt oder berücksichtigt werden.
Freitag, 24.4.2026
18 Uhr
JJJJJerome Ellis
Eine Listening-Session von The Clearing, gefolgt von einem Online-Gespräch mit dem Künstler. The Clearing fragt, wie Stottern, Blackness und Musik als Praktiken der Verweigerung gegenüber der hegemonialen Regulierung von Zeit, Sprache und Begegnung wirken können. Ausgehend von seinem Stottern untersucht Ellis das Potenzial von Dysfluenz, Opazität und Verweigerung für die Eröffnung neuer Beziehungsweisen.
20 Uhr
Anna Barham
Die Künstlerin liest Michael Dodds – über das Missverstehen von Namen, die Frage, wie Stimmen Identität hervorbringen, und darüber, ob wir uns in den Leerstellen begegnen können, in denen Sprache auseinanderbricht.
Samstag, 25.4.2026
14 Uhr
Antrianna Moutoula
„Nonstop languaging“ ist die Bezeichnung für eine autotheoretische Praxis, bei der Antrianna Moutoula ihre Gedankenströme simultan in gesprochener und geschriebener Form artikuliert. In no more yet not yet wendet sie dieses Verfahren in Bezug auf Äußerungen ihrer Großmütter im Kontext von Demenz sowie die ersten Sprachversuche ihrer Tochter an – um Sprache nachzuzeichnen, bevor sie sich verfestigt, und nachdem sie zerfällt.
14:45 Uhr
Sarah Hayden
those slips, that bump, these latencies ist ein Lecture-Poem, in dem: Seide sich ergießt, ohne zu verhaken. Liebesbriefe (vorgeknickt) das Loch eines Lektors füllen. Da gibt es […] Tauben? In Schlägen quer durch Amerika und auf Dachböden in ganz „Yurp“ schlagen Konzeptualist:innen die falschen Tasten an. Auf der Suche nach Lösungen: Kot an den Zehen. In diesem Moment wird (anderswo) jemand genau das, was ich sage, Wort für Wort mittippen. Und/oder schnell.
[Pause, mit Verpflegung]
16 Uhr
Ülkü Süngün
In ihrer partizipativen Performance Takdir. Die Anerkennung lehrt Süngün den Besucher:innen die korrekte Aussprache der Namen der Opfer der NSU-Mordserie. Der Chor der Teilnehmenden schafft ein temporäres auditives Denkmal und lädt dazu ein, über Erinnerungskultur im öffentlichen Raum nachzudenken.
17:00 Uhr
Ella Finer
Als lyrischer Live-Essay für die schwingenden Frequenzen von delirious mantra entfaltet sich words manner exclamation love deeds anhand von Stimme, Gesang und schemenhaften Zitaten wie eine Traumsequenz, um dem „langen Echo“ von Barhams Werk nachzuhorchen und durch Klang, Sprache und die Architekturen ineinander übergehender Räume die Unflüssigkeiten von Geschichte laut zu denken.
17:30 Uhr
Ian Stonehouse
Der Klangkünstler und Archivar Ian Stonehouse, der mit Anna Barham an der räumlichen Umsetzung der Audioarbeit ZYX gearbeitet hat, spricht mit ihr über die Ausstellung und ihre Zusammenarbeit. Moderiert von Anja Casser und Moritz Nebenführ.
Die Veranstaltungssprache ist Englisch. Eintritt frei!