Amna Elamin. Unfamiliar Ceilings

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»Unfamiliar Ceilings« ist Amna Elamins Erzählung einer persönlichen Reise – einer kriegsbedingten Entwurzelung. Die Arbeit folgt den leisen, oft unsichtbaren Spuren, die Konflikte in unser Leben zeichnen und unser Verständnis von Heimat verändern. Zur Eröffnung laden wir herzlich ein!

Unter fremden Zimmerdecken zieht sich die Welt zusammen und dehnt sich wieder aus – durchdrungen von Erinnerung, Angst und zerbrechlicher Hoffnung. Die installative Arbeit erinnert an das, was der Krieg uns nimmt: die Selbstverständlichkeit von Sicherheit, die Vertrautheit jener Räume, die uns heilig waren, und das gewiss geglaubte Gefühl von Zugehörigkeit. Sie spricht von Aufbruch und Ankunft, von Wegen durch Unsicherheit und von der langen, inneren Arbeit, sich ein neues Dasein zu erschließen. In dieser Reflexion zeigt sich Widerstandskraft, ebenso die Schwere der Erinnerung und die unermüdliche Suche nach Nähe und Sicherheit in einer fremd gewordenen Welt.

Amna Elamin ist visuelle Geschichtenerzählerin und kreative Forscherin. In ihrer Arbeit setzt sie sich mit politischen Ungleichheiten, kollektiver Erinnerung und den ethischen Dimensionen menschlicher Erfahrungen auseinander. Sie studierte Informationstechnologie und Mathematik an der Universität Khartum im Sudan und verbindet seither analytische Präzision mit interdisziplinären Perspektiven. An der Schnittstelle von visuellem Journalismus, digitaler Kunst und gesellschaftlichem Engagement entfaltet sie eine Praxis, die kritische Reflexion mit gestalterischer Kraft verbindet.

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»Unfamiliar Ceilings« by Amna Elamin traces a personal journey through displacement wrought by war, exploring the quiet, often invisible traces that conflict leaves on our lives and sense of home. We warmly invite you to the opening!

Beneath these ceilings, the world contracts and expands, carrying memory, fear, and fragile hope in equal measure. The exhibition reflects on what war has wrested from us: the constancy of safety, the familiarity of spaces once considered sacred, and the certainty of belonging. It meditates on leaving and arriving, on navigating uncertainty, and on the slow, intimate work of learning to exist anew. Through this reflection, the exhibition illuminates resilience, the weight of memory, and the persistent search for connection and stability in a world rendered unfamiliar.

Amna Elamin is a visual storyteller and creative researcher whose work illuminates political inequities, memory, and the ethical dimensions of human experience. She holds a Bachelor’s degree in Information Technology and Mathematics from the University of Khartoum, Sudan, bringing analytical rigor and interdisciplinary insight to her practice at the intersections of visual journalism, digital art, and advocacy.

6 months ago
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe
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